Nachlese

Resümee zum digitalen Berliner Anwendertag 2021 

Die virtuelle Premiere der Veranstaltungsreihe lockte über 400 Besucher*innen auf unsere digitale Plattform und konnte somit gleich einen Rekord verbuchenDenn so viele Interessent*innen hatte der Anwendertag auch zu Präsenzzeiten schon lange nicht mehr gehabt. Dafür maßgeblich verantwortlich waren die spannenden Vorträge, Best Practices und Diskussionen rund um das Thema der digitalen VerwaltungAber auch das Studio, das live aus dem Meistersaal in Berlin sendete, konnte mit Michael Hagedorn als Moderator überzeugen und brachte zumindest etwas anfassbare Atmosphäre mit sich. 

Die Krise als Chance nutzen 

Die Schirmherr*innen der diesjährigen Veranstaltung – Sabine Smentek, Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik, Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie Marc Böttcher, Vorstand ITDZ Berlin  schalteten sich direkt zu Beginn virtuell dazu und berichteten, wie sie jeweils mit der COVID-19-Pandemie im letzten Jahr umgegangen sind und welche Herausforderung für die Verwaltungen noch zu meistern sind. 

Einig sind sich beide, dass die Standardisierung der IT-Landschaft weiter gehen muss, um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu kommt, dass sich das mobile Arbeiten und Homeoffice etablieren werden – aktuell können knapp 33.000 Beschäftigte in der Berliner Verwaltung fernab des festen Arbeitsplatzes arbeiten, so StS Smentek. Beim ITDZ Berlin sind es sogar 80 % der Mitarbeiter*innen, die mittlerweile von zuhause arbeiten (können). Immer wichtiger wird in diesem Zusammenhang auch das Thema IT-Sicherheit, um die IT-Infrastruktur vor möglichen Angriffen zu schützen. 

Auszug vom Graphic Recording zum Thema Homeoffice / Corona-Krise
Auszug vom Graphic Recording zum Thema Homeoffice / Corona-Krise
©Esther Blodau
Auszug vom Graphic Recording zum Thema Homeoffice
Auszug vom Graphic Recording zum Thema Homeoffice
©Esther Blodau

Corona und Homeoffice  

Am Round Table wurden im Anschluss die Themen Corona und Digitalisierung diskutiert. Zu Herrn Böttcher schalteten sich Manuel Galadí Enríquez, Leiter der Abteilung Projekte, Basisdienste und Querschnittsverfahren, ITZBund und Dirk Schulte, Vorstand Personal/Soziales der BVG dazu. 

Auch hier wurde dem Thema Homeoffice eine entscheidende Rolle zugewiesen. Sowohl bei der BVG als auch beim ITZBund verändert das mobile Arbeiten die internen Prozesse, neue Arbeitsweisen werden sich zwangsläufig ergeben – Stichwort Work-Live-Balance. Auch 50 % der Teilnehmer*innen gaben über das Live-Voting mit, dass sie aktuell von zuhause arbeiten und mindestens genauso produktiv sind wie im Büro.  

Digitalisierung und OZG 

Viel Zustimmung bekam Dirk Schulte von der BVG für das Statement, dass sich interne Prozesse und Strukturen an veränderte Rahmenbedingungen schnell anpassen müssen und man ab und an „einfach mal machen muss“, ohne alle bürokratischen Hürden zu berücksichtigen.  

Die Runde stieß zugleich das Thema OZG an, das sich auch in anderen Programmpunkten wiederfand und heiß diskutiert wurdeGerade als Bundesdienstleister befindet sich das ITZBund in einer besonderen Situation, um den Anforderungen gerecht zu werden. Manuel Galadí berichtete hierzu über den aktuellen Stand zur Digitalisierungsplattform, die gemeinsam mit Materna aufgebaut wird. 

Auszug vom Graphic Recording zum Thema Digitalisierung / OZG
Auszug vom Graphic Recording zum Thema Digitalisierung / OZG
©Esther Blodau
Auszug vom Graphic Recording zum Thema OZG-Umsetzung
Auszug vom Graphic Recording zum Thema OZG-Umsetzung
©Esther Blodau

Wie steht es um die OZG-Umsetzung? 

Zum aktuellen Umsetzungsstand berichtete Ernst Bürger, Abteilungsleiter “Digitale Verwaltung; Steuerung OZG”. Durch das OZG-Dachabkommen und das Registermodernisierungsgesetz sei der Weg geebnet, das Bundesportal befindet sich im Aufbau und die Smart eID soll ab Herbst 2021 auf Smartphones abrufbar sein. Die Umsetzung läuft also auf Hochtouren. 

Gemeinsam mit Dr. Annette Schmidt (Präsidentin der FITKO) und Dr. Martin Hagen (Staatsrat für Haushalt, Personal und IT beim Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen) diskutierte Ernst Bürger über die weiteren Herausforderungen: Skalierbarkeit in der Fläche, „Einer für Alle“-Lösungen forcieren und Nutzerfreundlichkeit gewährleisten. Es steht zwar ein Kraftakt bevor, der aber gemeinsam gelöst werden kann. 

Neue Arbeits- und Führungskulturen 

Dass sich die Art und Weise des Arbeitens in Zukunft ändern wird, steht nach der Corona-Krise außer Frage. Dazu diskutierten Martin Jammer (Senatsverwaltung für Finanzen), Lothar Sattler (Senatsverwaltung für Inneres und Sport) und Jan-Ole Beyer (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat). 

Unabhängig vom mobilen Arbeiten – das auch in der Verwaltung ein Zukunftsmodell sein wird – gilt es viele Faktoren zu berücksichtigen, die die Verwaltung vor Herausforderungen stellen. Moderne Führungsstile, Work-Live-Balance und Nachwuchsgewinnung sind nur einige Stichworte, auf die es ankommen wird. Einig waren sich alle, dass der Public Sector in Zukunft diese Aufgaben meistert und seiner Rolle als attraktiver Arbeitgeber gerecht werden kann. 

Auszug vom Graphic Recording zum Thema Arbeitskulturen
Auszug vom Graphic Recording zum Thema Arbeitskulturen
©Esther Blodau

Ihre Meinung zählt!

Um das Veranstaltungserlebnis für Sie kontinuierlich verbessern zu können, freuen wir uns, wenn Sie uns Ihr Feedback über die Teilnehmerumfrage mitteilen. Zusätzlich führen wir aktuell eine Umfrage zum OZG durch – über ihre persönlichen Erfahrungswerte & Meinungen würden wir uns auch hierbei sehr freuen.

Wie fanden Sie das Event?

Was lief gut bei der Online-Premiere der Anwendertage? Wo können wir uns noch verbessern? Lassen Sie es uns wissen!

Ihre Meinung zum OZG?

Hier geht es darum, Informationen zum aktuellen Stand bei der Umsetzung des OZGs in Ihrer Behörde zu erfragen.

Graphic Recording vom Berliner Anwendertag 2021
Graphic Recording vom Berliner Anwendertag 2021
©Esther Blodau

Berliner Anwendertag 2022

Den Berliner Anwendertag können Sie schon einmal für den Februar/März des nächsten Jahres vormerken. Wir hoffen, Sie dann wieder zu unserer klassischen Präsenzveranstaltung in Berlin einladen zu dürfen. Wir möchten uns bei allen Besucher*innen, Referent*innen und Ausstellern bedanken, die uns in diesem Jahr tatkräftig unterstützt haben. Bis dahin verbleiben wir mit einem „Bleiben Sie gesund“ und wünschen viel Spaß bei der Durchsicht der 2021-Vorträge! 

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